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Pflegestelle

Informationen für Pflegestelleninteressierte

Sicher haben Sie schon einmal den Begriff “Pflegestellen” gehört oder gelesen. Auch die von uns unterstützten Vereine suchen für ihre Tiere vor allem verantwortungsbewusste und kompetente Pflegestellen mit Erfahrung.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einem Hund bis zur endgültigen Vermittlung ein liebevolles Zuhause zu bieten, sollten Sie folgende Punkte als erstes beachten:

  • Ein Pflegehund soll so behandelt werden wie der möglicherweise schon im Haushalt lebende Hund. Nehmen Sie bitte einen Pflegehund nur auf, wenn Sie ihm 100% ebenso den Anschluss und die Haltung in der Familie ermöglichen würden, als sei es ihr eigener Hund.
  • Ein Pflegehund kann möglicherweise noch nicht leinenführig sein. Nehmen Sie bitte nur einen Pflegehund, wenn Sie sich zutrauen, auch einem nicht leinenführigen Hund das Leinengehen zu lernen.
  • Ein Pflegehund aus einem ausländischen Tierheim musste möglicherweise bislang dort koten, wo er gelebt hat. Es kann möglich sein, dass der Hund nicht von Anfang an stubenrein ist.
    Schimpfen Sie in diesem Fall bitte nicht mit dem Hund und strafen Sie ihn erst recht nicht. Er weiß es nicht anders!
    Nehmen Sie bitte nur einen Pflegehund, wenn Sie bereit sind auch seine  Hinterlassenschaft wegzuwischen und vor allem, dem Hund regelmäßigen und anfangs öfteren  Auslauf zu ermöglichen, damit er lernt, sein Geschäft draußen zu verrichten.

Was sind Pflegestellen?

Eine für jeden TSV wichtige Funktion, übernehmen die Menschen die sich für Pflegestellen bereit erklären. Diese integrieren die heimatlosen Tiere  in die Familie und so lernen diese schließlich die Sozialisierung innerhalb einer Familie, nicht selten auch die Leinenführigkeit und das Familienleben kennen.

Viele Tiere aus dem Ausland kommen aus schlechter Haltung, haben negative Erfahrungen mit Menschen machen müssen oder werden auf der Straße als Streuner aufgegriffen, aus einer Tötung geholt oder haben vielleicht schon jahrelang auf ihren Menschen gewartet.

Solche Hunde, kennen mitunter keinen Haushalt oder ein Familienleben und haben es dadurch auch extrem schwer, eine Familie zu finden die bereit ist, dem Hund all diese Dinge zu zeigen, ihn zu lehren was es heißt in einer Familie zu sein. Mitunter fristete das arme Tier wohlmöglich sein bisheriges Leben an einer Kette, viele der Tiere wurden auch misshandelt.

Nicht alle Hunde sind jedoch scheu oder zurückhaltend. Das Wesen der Hunde, kann anhand der Persönlichkeitsbeschreibungen der jeweiligen Tierpfleger definitiv immer sehr genau beschrieben werden. Es ist den vermittelnden Vereinen sehr wichtig, dass immer “passende” Pflegestellen für ihre Schützlinge gefunden werden und auch umgekehrt; passende Pfleglinge für die jeweilige Pflegefamilie.

Pflegestellen nehmen sich der Tiere an und betreuen diese innerhalb der Familie. Das Tier lebt mit der Familie im Haushalt und lernt somit einen Tagesablauf und den Alltag in einer Familie, bzw. in einem Haushalt kennen.

Manche Pflegeeltern bemühen sich auch um die Vermittlung eines Pflegetieres, besuchen mit einem Pflegehund eine Hundeschule oder bringen ihm selbst die wichtigsten Grundkommandos bei. Derartige Pflegestellen sind bei Tierschutzorganisationen heiß begehrt da es leider viel zu wenige gibt.

Die Bemühungen der Pflegestellen erhöhen für das  jeweilige Tier die Chancen, auf ein endgültiges Zuhause.

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Wenn Sie selbst Pflegestelle werden möchten

Die Pflegestellen belegen einen der wichtigsten aktiven Bereiche in einem Tierschutzverein, ohne die es für das ein oder andere Tier kaum eine Chance auf Vermittlung gäbe.

Es lässt sich wesentlich leichter ein Zuhause finden, wenn ein Tier von einer ausländischen Tierschutzorganisation bereits in Deutschland ist, da die meisten Familien ein Tier lieber kennen lernen möchten, bevor sie bereit sind, es zu adoptieren.

Bei manchen Menschen, die zum Beispiel sehr unsicher sind und sich von den Medien negativ beeinflusst fühlen, ist dies auch aus unserer Sicht, die beste Möglichkeit, mit den Vorurteilen „Hund aus dem Ausland“ abzuschließen.

Wenn Sie also ein Tier, egal von welcher Tierschutzorganisation bis zur endgültigen Vermittlung in Ihre Obhut nehmen möchten, sollten Sie sich der Verantwortung bewusst sein, welche Sie für das jeweilige Tier tragen. Ebenso sollten Sie sich der Tatsache bewusst sein, dass das Pflegetier möglicherweise über mehrere Monate in Ihrem Haushalt sein wird. Wie lange ein Tier in einer Pflegestelle verbleibt, bis ein endgültiges Zuhause gefunden wurde, kann im Vorfeld nicht bestimmt werden.

Machen Sie sich bewusst, dass es schwer sein kann, sich nach einer längeren Zeit von einem Pflegetier trennen zu müssen, weil es adoptiert wurde.

Wenn Sie  unterstützend tätig sein möchten, ein Zuhause für Ihren Pflegling zu finden, können Sie dies auf unterschiedliche Weise vornehmen; wie z.B. durch Aushängen von Steckbriefen zu den Pflegetieren in Tierarztpraxen oder  vielleicht sogar durch Anzeigenschaltung in lokalen Zeitungen.

Die regelmäßige Kommunikation mit der Ansprechpartnerin, die für die Vermittlung des jeweiligen Tieres zugeteilt wurde, ist immens wichtig. Die Entwicklung des Hundes ist dabei vorrangig, auch um das Profil des Tieres aktuell zu halten und somit die Möglichkeit einer Vermittlung zu erhöhen.

Bei einer Bewerbung als Pflegestelle, wird bei Ihnen eine Platzkontrolle stattfinden, auch, um besser einzuschätzen welches Tier sich am besten in Ihren Haushalt integrieren kann. Wir schließen mit Ihnen pro Pflegetier, welches Sie aufnehmen einen Pflegestellenvertrag ab.

Sollte sich bei Ihnen als Pflegestelle ein Interessent für den Pflegling melden, ist die zuständige Vermittlerin zu kontaktieren, um ihr die Kontaktdaten des Interessenten mitzuteilen. Diese wird dann umgehend den Kontakt zu den Interessenten aufnehmen, eine Platzkontrolle organisieren und bei positiver Platzkontrolle die Vermittlungsprozedur einleiten.

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Pflegestellen mit Option auf Übernahme

Da wir in der Vergangenheit immer einmal die Erfahrung gemacht haben, dass sich manche Pflegestellen einfach nicht mehr von ihren Schützlingen trennen können und möchten und dass immer einmal wieder Interessenten unsicher waren, ob der Hund, in dessen Bild und Profil sie sich verliebten auch in die Familie passt, bietet auch die Tierhilfe West e.V. an,  sich als Pflegestelle mit Option auf Übernahme zu bewerben.

Sinn dieser Pflegestellenoption ist folgender:

Interessenten die unsicher sind, ob das Tier sich in die Familie auch integrieren kann, können sich als Pflegestelle bewerben. Man gibt diesen Interessenten die Möglichkeit, das jeweilige Tier für 4 Wochen in die Familie zu nehmen. Während dieser vier Wochen, lässt man die Vermittlung des jeweiligen Tieres ruhen.

Die Familie muss sich nach diesen vier Wochen entscheiden, das Tier schließlich zu adoptieren, oder es weiterhin in die Vermittlung stellen zu lassen.

Für das jeweilige Tier, hat diese Vorgehensweise keine negativen Auswirkungen. Es ist so, als wäre es in einer ganz normalen Pflegestelle mit Familienanschluss, so wie bei allen Pflegestellen.

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